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Zuchtviehvermarktung fordert mehr Flexibilität

 

 

Jungkühe vermarkten – Vorteile nutzen

Junge Kühe in Milch lassen sich sowohl in Imst als auch in Rotholz gut vermarkten. Mit dem Vorteil, dass man das Kalb selber im Stall hat. Dabei spielt die Fütterung der Jungtiere eine bedeutende Rolle, Investitionen in diesem Bereich zahlen sich aus.
Um in Zukunft aber auf dem schnelllebigen und teils labilen Zuchtviehmarkt bestehen zu können wird es neben guter Qualität auch Flexibilität brauchen. Für viele Märkte besonders in Osten werden Zuchtkalbinnen gesucht, die nicht zu spät belegt werden. Neben einer kürzeren Aufzucht sind auch die Verkaufsmöglichkeiten vielfältiger. Meistens wird eine Mindestmutterleistung der Importländer gefordert, welche nicht selten über dem Landesschnitt liegt! Auch in Zukunft werden kurzfristige Ankäufe, auch Ab-Hof anstehen. Hier ist eine gewisse Flexibilität und Spontanität gefragt, damit neue Märkte erschlossen und bestehende erhalten werden können. Nur so sind wir in Zukunft – egal auf welchem Standort, egal mit welcher Rasse – konkurrenzfähig.

 

Ab-Hof-Verkäufe eine interessante Alternative

Besonders für die Generhaltungsrassen, wie Grauvieh und Tuxer, aber auch für den Zweinutzungstyp des Fleckviehs etablieren sich die Ab-Hof-Ankäufe als eine durchaus interessante Alternative. Besonders in der Schweiz sind gut bemuskelte, trächtige Kalbinnen für die Mutterkuhhaltung sehr gefragt, dementsprechend lukrative Preise sind zu erzielen.
Auf Grund dessen werden jährlich bei der Tier&Technik in St.Gallen Zuchtrinder aus Österreich dem Fachpublikum präsentiert. So war dies auch vom 23. bis 26. Feber 2017 der Fall. Eine eindrucksvolle Gruppe aus Tiroler Grauvieh, Pinzgauern und Tuxer Kalbinnen sorgte für beste Werbung bei unseren westlichen Nachbarn.

 

Die gealpten Zweinutzungsrinder aus Tirol sind besonders in Mutterkuhhaltung sehr gefragt, die Vermarktung trächtiger Kalbinnen ist äußerst lukrativ.

 

Blauzungen impfen – Risiko minimieren

Besonders in Zeiten eines labilen und schnelllebigen Zuchtviehmarktes gilt es Risiken zu minimieren. Eine Möglichkeit dazu wäre, die zur Versteigerung bestimmten Zuchtrinder gegen Blauzungenkrankheit zu impfen. Mit den steigenden Temperaturen steigt das Risiko einer weiteren Ausbreitung und damit einhergehenden Einschränkungen. Landwirte die ihre Tiere impfen sind jedenfalls auf der sicheren Seite und haben im Falle einer etwaigen Ausbreitung mehr Möglichkeiten Zuchttiere auf Versteigerungen erfolgreich zu verkaufen.

 

ACHTUNG: Für Drittlandexporte dürfen Zuchtrinder derzeit nicht Blauzungengeimpft sein!