Der Schlachtkälberabsatz in Tirol hat ähnliche wie eine Achterbahn Spitzen und Tiefpunkte. Im 1. Halbjahr stehen relativ viele Kälber zur Verfügung bzw. müssen natürlich auch dementsprechend abgesetzt werden. Obwohl im 1.Quartal (Jänner bis März) immer mehr Kälber verkauft werden als im 2. Quartal (April bis Juni), stellt vor allem diese Zeit vor dem Beginn der Alpung eine große Herausforderung dar. In den Monaten Mai bis Juli drängen viele Kälber auf den Markt. Die Abnahme durch unsere Kunden ist in dieser Zeit allerdings begrenzt, da ja auch der generelle Kalbfleischverkauf mit den zunehmenden Temperaturen zurückgeht.
Sobald dann die Tiere/Kühe auf die Alm gehen, wendet sich das Blatt und relativ schnell sind wieder zu wenig Schlachtkälber am Markt.

 

2. Halbjahr – Kälber gesucht

Ab Mitte bzw. Ende Juli sinkt dann das Angebot bei den Schlachtkälbern auf den Tiefpunkt und der Preis beginnt zu steigen. Ab diesem Zeitpunkt sind Kälber Mangelware und können jederzeit ohne Probleme, bei Bedarf auch kurzfristig, zur Vermarktung gebracht werden. Der Preis steigt durch das geringe Angebot stetig und entwickelt sich in Richtung Höhepunkt.
Daher wäre es auch interessant Kälber auf Milchviehalmen einzustellen. Anfallende Zellzahlmilch könnte so sinnvoll verwertet werden.
Ebenso könnten bei Kühen, welche erst später abkalben und nicht mehr gealpt werden, ein oder mehrere Kälber gewinnbringend gemästet werden.
Die Lieferobergrenzen im Kalbfleischbereich sind im Sommer bzw. auch während der Herbstsaison und Vorweihnachtszeit noch lange nicht ausgereizt. Ab sofort könnten weit mehr Kälber abgesetzt werden, als zur Verfügung stehen.

Menge und Preis entwickeln sich am Schlachtkälbermarkt gegengleich. Kälber sind ab sofort wieder gefragt und der Preis beginnt zu steigen!

(zum Vergrößern klicken)

 

Absatzkriterien und Qualitätsanforderungen

Der Markt verlangt nach jungen Kälbern mit einer hellen Fleischfarbe. Die Vermarktung von zu alten oder zu dunklen Kälbern stellte nach wie vor eine sehr große Herausforderung für uns dar. Es ist also auf eine ausreichende Milchversorgung zu achten. Der Raufutterbedarf sollte mit ausreichend Stroh gedeckt werden. Sehr gut bewährt hat sich eine Beifütterung mit maisbetontem Kraftfutter. Auf Grünfutter und Silage sollte auf jeden Fall verzichtet werden.
Je besser die Klassifizierung, desto besser ist der Preis. Grundsätzlich entwickelt sich beim Kalbfleisch der Markt in Richtung Qualität. D.h. es können qualitativ gute Kälber (jung, hell, fleischig) sehr gut zu jeder Zeit vermarktet werden. Sehr schwierig ist die Vermarktung von alten, dunklen oder fleischleeren Kälbern.

 

allgemeine Voraussetzungen

  • Fütterung nur mit Vollmilch und Stroh
  • Schlachtgewicht zwischen 80 und 110 kg
  • Alter Bio-Kälber: max. 4 Monate
  • Alter AMA-GS-Kälber, Kälber aus eigener Nachzucht: max. 5 Monate

 

Meldung und Information

Ab sofort sowie den ganzen Herbst hindurch bis inklusive zu den Schwerpunktschlachtungen vor Weihnachten steigt die Nachfrage nach Schlachtkälbern stetig an. Dementsprechend positiv entwickeln sich auch die Preise im 2. Halbjahr! Vermarktungsfähige Kälber sind wieder gesucht und können ohne Probleme abgesetzt werden! Neulieferanten sind ebenso herzlich willkommen.
Informationen über etwaige Vermarktungsmöglichkeiten erhalten Sie im Büro der Tiroler Vieh Marketing unter 05 92 92-1854.

QualityJoomlaTemplates.com
22.11.2017 © Tiroler Vieh Marketing 2013